Trainieren Sie intelligenter. Mit einer tieferen Verbindung. Ein Ritt nach dem anderen.
Wir unterrichten Reiter darin, ihre Pferde selbst auszubilden. Das ist unser Anliegen. Wir wollen Reitern wie IHNEN helfen, intelligenter und empathischer mit ihrem Pferd zu arbeiten. Wir wollen Ihnen die Werkzeuge an die Hand geben, die Sie brauchen, um sich selbst und Ihr Pferd weiter entwickeln zu können. Wir wollen Ihnen helfen zu lernen, wie man lernt, wie Sie Ihre Intuition nützen, wie Sie Gefühl entwickeln und wie Sie die "Reiterweisheit" in sich entdecken können. Unser Ziel ist es also, Reitern wie Ihnen zu helfen, die Kontrolle über Ihr Lernen und Ihre reiterliche Entwicklung zu übernehmen.
IHNEN zu helfen, dass Sie sich selbst und Ihrem Pferd helfen können. Denn am Ende geht es immer um das Pferd.
Es gibt einen anderen Weg
Einen Weg Pferde auszubilden, der Körper, Geist und Seele des Pferdes gleichermaßen berücksichtigt. Einen Weg, der das Pferd als einen Partner in der Beziehung betrachtet.
Einen Weg zu lernen, der Ihnen als Schüler(in) erlaubt, die Verantwortung für Ihr eigenes Lernen und die praktische Ausbildung Ihres Pferdes zu übernehmen. Einen Weg, der IHNEN die Zügel in die Hand gibt (sowohl buchstäblich als auch im übertragenen Sinne). Einen Weg reiten zu lernen, der Ihnen als Reiter(in) die Werkzeuge in die Hand gibt, das Was, Wie und Warum zu verstehen.
Einen Weg der Pferdeausbildung, der Ihre eigene Vision und Ihre persönlichen Präferenzen in der Umsetzung berücksichtigt. Einen Weg, der Ihnen auf eine direkte und verlässliche Art und Weise die notwendigen Werkzeuge gibt, sodass Sie auf dieser handwerklichen Grundlage aufbauen und durch die Arbeit mit Ihrem Pferd zum Ausdruck bringen können, was Dressur für Sie bedeutet.
Eine künstlerische Herangehensweise
Der künstlerische Zugang zur Dressur ist eine optimistische Einstellung gegenüber der Pferdeausbildung. Wir konzentrieren uns mehr auf das Positive als das Negative. Wir kultivieren die positiven Eigenschaften und entwickeln sie weiter.
Wir bauen eine eine freundschaftliche Beziehung zum Pferd auf und begegnen ihm in allen unseren gemeinsamen Aktivitäten als einem denkenden, fühlenden Partner mit gutem Charakter und guten Absichten, dessen willige Kooperation eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung spielt.
Das Pferd wird also nicht als ein Objekt betrachtet, das manipuliert wird, sondern als Freund und Partner, mit dem man gemeinsam etwas erarbeitet.
Unsere Kurse
Das Was, Wie, Warum Kurs
Beginnt am 6. Februar 2026!
Das Was, Wie, Warum der Gymnastischen Übungen in der Pferdeausbildung. Das perfekte System für alle Reiter, die einfach nur lernen wollen, wie sie ihre eigenen Pferde selbst ausbilden können.
Ein Programm, das Sie von frustriertem “mit dem Kopf gegen die Wand hauend”
zur selbstbewussten Ausbildung Ihres eigenen Pferdes bringt, mit einer holistischen, gymnastischen, ausgewogenen Herangehensweise, die zu dem passt, was Sie wirklich für sich und Ihr Pferd wollen.
(mit unserer Hilfe auf Schritt und Tritt).
Level 1, 2 und 3 beginnen am 6. Februar 2026.
Voll unterstützt mit Hot Seats und F&As.
€1497
Fliegenden Wechsel Kurs
Beginnt am 13. Februar 2026!
Die perfekte Schritt-für-Schritt Do-it-yourself Methode für Reiter, die die Verwirrung und den Stress überwinden wollen, der für viele mit der Ausbildung der fliegenden Wechsel verbunden ist. Mit unserem logischen, auf der Biomechanik aufbauenden System können Sie Ihr Pferd sanft und vertrauensvoll auf den Weg zu den fliegenden Wechseln führen. Sie arbeiten dabei mit Ihrem Pferd, um sowohl die notwendigen gymnastischen Grundlagen, als auch das nötige Verständnis und Selbstvertrauen zu schaffen, damit die fliegenden Wechsel leicht und logisch für Sie UND Ihr Pferd werden. Volle Unterstützung durch F&As und Feedback in der Facebook Gruppe
Ultimatives Wechsel Kombi Paket (25% Rabatt)
Beginnt am 9. Januar 2026 und endet am 9. Juli 2026!
Sie bekommen BEIDES:
4-wöchiger Einfache Wechsel Workshop: 9. Januar - 5. Februar 2026
21-wöchiger Fliegende Wechsel Kurs: 13. Februar - 9. Juli 2026
☞ Beide Kurse beinhalten volle Unterstützung mit F&As alle zwei Wochen und Unterstützung/Feedback in der Facebook Gruppe. Der Einfache Wechsel Workshop enthält zusätzlich 2 Hot Seat Einheiten
Ritterize Mitgliedschaft
Ergänzen Sie Ihr Training mit Ritterize - Ihrer monatlichen Dosis von Ritter-Learning.
August 2026: Der Mittelgalopp
€39/month
Das Neueste vom Blog:
Klare und effektive Kommunikation ist die Grundlage guten Reitens und guter Ausbildung. Ohne sie entsteht Verwirrung, sodass Fortschritte für Pferd und Reiter erschwert werden. In diesem Artikel werde ich die Bedeutung klarer Intentionen und Hilfen besprechen, mit besonderem Augenmerk auf Beständigkeit, gutes Timing und eine gut definierte Vorgehensweise. Wenn Reiter präzise und berechenbar zu kommunizieren gelernt haben, wird das Pferd besser reagieren und selbstbewusster werden, wodurch eine harmonischere Partnerschaft entsteht.
Man kann gymnastische Übungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Man kann sie beispielsweise kategorisieren als Übungen, die die #Schultern-wenden, #Wirbelsäule-mobilisieren, #Brustkorb-mobilisieren, #Hüften-mobilisieren, #Hinterbeine-kräftigen, #geraderichtend, #Körpergefühl-verbessern, #verbindend, usw. Oder man kann sie einordnen als #äußeres-Hinterbein oder #inneres-Hinterbein, oder als #äußere-Hilfen oder #innere-Hilfen Übungen, je nachdem, welche Hilfen man vorwiegend einsetzt oder welches Hinterbein man anzielt.
Es ist wichtig, dass man im Gedächtnis behält, dass diese Kategorien weder absolut sind noch sich gegenseitig ausschließen. Eine Übung kann durchaus mehr als einen gymnastischen Zweck erfüllen. Die Einordnung der Übungen nach ihrer gymnastischen Wirkung kann uns jedoch helfen, ein Problem besser zu verstehen oder eine Übung speziell für ein bestimmtes Problem zu entwerfen.
Der Hintergedanke bei den Lastwechseln, ist der, dass Gleichgewicht/Balance nicht aus einer statischen, gleichmäßigen Verteilung des Gewichts über alle 4 "Ecken" des Pferdekörpers besteht, sondern aus der Fähigkeit, das Gewicht schnell und weich fließend beliebig umzuverteilen, weil sich das Pferd nur dann geschmeidig auf kleinem Raum "tummeln" kann, wie man das früher nannte.
Kann ein Pferd sein Gewicht nicht leicht umverteilen, wird es steif und unbeweglich und man bekommt das Gefühl, dass man ein großes Schiff in einem kleinen Swimming Pool manövrieren muss. Wenn das Pferd wirklich im Gleichgewicht ist, hat man das Gefühl, dass man auf einer Kugel sitzt, die man jederzeit in jede beliebige Richtung rollen kann.
Manchmal werden wir gefragt, wie man eine Trainingseinheit aufbauen kann, oder wie man die Ausbildung des Pferdes über die Jahre hinweg gestaltet. Es gibt mehrere Prinzipien, anhand deren man die Ausbildung des Pferdes strukturieren kann, sowohl was die Gestaltung einer einzelnen Trainingseinheit angeht, als auch in Bezug auf die Gesamtausbildung über einen Zeitraum von vielen Jahren.
Im Training sollte immer die Verbesserung der Grundlagen im Vordergrund stehen, wie die Verbesserung des Körpergefühls des Pferdes, seiner Koordination, Balance, Geraderichtung, Geschmeidigkeit, Durchlässigkeit, der Qualität der Gänge und langfristig auch Schwung und Versammlung. Dressurlektionen sind einerseits gymnastische Werkzeuge, die der Reiterin helfen, diese Grundlagen zu verbessern und andererseits erlauben sie ihr zu beurteilen, in wie fern das Pferd diese Grundlagen bereits beherrscht, wo es sich noch verbessern muss, wo eventuell Bildungslücken bestehen oder wo es Defizite in seiner Körperwahrnehmung oder seinem Verständnis gibt.
Das Geheimnis zu besserem Engagement und größerer Aktivität der Hinterhand liegt im Grunde genommen darin, mit dem Sitz nicht die Bewegung der Hinterhand zu bremsen oder zu blockieren. “Nimm den Fuß von der Bremse, bevor Du aufs Gaspedal trittst”, sagte ich früher zu Schülern in den USA, die Longenunterricht auf unseren Pferden nahmen und die Pferde nicht im Trab halten konnten. Die meisten von ihnen fingen sofort reflexartig an mit den Schenkeln zu kicken, um das Pferd am Ausfallen zu hindern, obwohl sie selbst der Grund dafür waren, dass das Pferd wieder in den Schritt zurückfiel. Je weniger man die Rückenbewegung stört, desto weniger braucht man zu treiben.
Wenn man mit einem Pferd arbeitet, das eine Verletzungspause hatte, kann man Dressurübungen in der Reha verwenden. Das ist natürlich eine größere Herausforderung als gewöhnliches Dressurreiten, da immer die Gefahr einer Rückkehr der alten Verletzung besteht. Es gibt aber ein paar Gesichtspunkte, die bei der Reha Arbeit helfen können. Die folgende Liste kann natürlich auch bei gesunden Pferden angewendet werden, aber bei Pferden, die eine Verletzung hatten, ist sie noch wichtiger.
Viele Reiter haben Mühe mit dem geschlossenen Halten, bei dem beide Hinterbeine unter der Last stehen, das Gewicht gleichmäßig über die Unterstützungsfläche verteilt ist, das Pferd rund, aufgerichtet und leicht ist. Die meisten Pferde lassen ein Hinterbein hinten herausstehen oder sie haben ein Vorderbein weiter unter dem Körper als das andere.
Während wir reiten und ausbilden lernen begegnen uns ab und zu größere Probleme, die plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen scheinen und wir fragen uns: Was ist denn jetzt los??!! Alles lief doch gut und plötzlich macht mein Pferd Schwierigkeiten. Vielleicht hat es von einem Tag zum anderen angefangen abrupt anzuhalten und sich zu weigern vorwärts zu gehen. Vielleicht hat es plötzlich angefangen völlig grundlos umzukehren. Vielleicht hat es angefangen zu steigen oder zu bocken. In manchen Fällen sind Schmerzen der Auslöser. Aber in manchen Fällen ist die extreme Reaktion das letzte Stadium eines länger andauernden Prozesses. Die Reiterin hat kleinere Fehler in ihrem Sitz und ihrer Hilfengebung gemacht, die das Pferd nicht mochte. Anfangs fielen die Reaktionen des Pferdes noch gering aus. Vielleicht hat es nur in bestimmten Situationen die Ohren angelegt, oder es hat etwas an Schwung verloren, oder es wurde schief, oder es ging gegen die Hand. Aber als die Reiterin die feineren Warnzeichen nicht bemerkte und ihren Sitz und ihre Einwirkung nicht änderte, musste das Pferd immer deutlichere Warnsignale aussenden. Manche Reiter merken erst, dass etwas schief läuft, nachdem sie ein paar mal abgebockt wurden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie jedoch im Laufe der vergangenen Monate bereits hunderte von kleinen Warnzeichen verpasst. Und ist das Pferd erst einmal so verärgert, dass es bockt oder steigt, ist ein ernstes Problem entstanden.
Nützen Sie die kurze Seite der Reitbahn oder warten Sie nur darauf, dass sie vorüber geht, damit Sie zum “interessanten Teil” kommen können? Als ich jung war, wusste ich den gymnastischen Wert der kurze Seite mit ihren beiden Ecken nicht zu schätzen. Erst viel später entdeckte ich, wie nützlich die kurze Seite und ihre Ecken vom Standpunkt der Pferdegymnastik wirklich sind.
Ein gleichmäßiges Tempo (Tritte pro Minute), das weder zu schnell noch zu langsam für das Pferd ist, bildet die Grundlage des Gleichgewichts - gemeinsam mit korrekten Hufschlagfiguren. Deshalb ist es auch das erste Element der Skala der Ausbildung. Ein gleichmäßiges Tempo erlaubt dem Pferd, seine longitudinale Balance zu finden. Präzise Hufschlagfiguren, bei denen das Pferd gerade gerichtet ist, sodass die Pferdehufe so ausgerichtet sind, dass sich das linke Beinpaar auf der linken Seite der Linie befindet und das rechte Beinpaar auf der rechten Seite, während die Wirbelsäule einen Ausschnitt der Linie bildet, erlauben dem Pferd, seine seitliche Balance zu finden.
Beim Reiten von Seitengängen folgen viele Reiter den Regeln der FEI oder der FN, die einen bestimmten Abstellungswinkel im Schulterherein, Kruppeherein oder in der Traversale verlangen. Es gibt oft hitzige Debatten darüber, ob Seitengänge auf 3 oder auf 4 Hufschlagslinien geritten werden sollten. Diese Reiter gehen vom fertigen Produkt aus, ohne den Weg zu bedenken, der dorthin führt. Und sie denken nicht an die gymnastischen Erwägungen, die dabei eine Rolle spielen.
Jede Gangart hat ihre eigenen besonderen Takfehler, die auftreten können. Der Schritt ist dafür am anfälligsten, da er keine Schwebephase hat. Deshalb haben deutsche Reitlehrer oft davor gewarnt, das Pferd im Schritt zu arbeiten.
Der Galopp besitzt eine asymmetrische Fußfolge, wodurch er ebenfalls für Taktunreinheiten anfällig wird.
Der Trab hat eine sehr symmetrische Fußfolge mit einer Schwebephase nach jedem Auffußen eines diagonalen Beinpaares. Dadurch ist er die robusteste Gangart, obwohl auch hier ein paar Anomalien vorkommen können.
Vor etwas mehr als 20 Jahren schrieb ich einen Artikel mit dem Titel “Sanftheit und Disziplin”, der bei vielen meiner Leser sehr beliebt wurde. Ich habe ihn seither nicht mehr angeschaut. Aufsätze zu schreiben ist für mich ein Weg, Informationen und Erfahrungen zu verarbeiten. Manches von dem, was ich schreibe, entwickelt sich zu Newsletter Artikeln oder zu Inhalten für unsere Online Kurse. Und wenn etwas einmal veröffentlicht ist, schaue ich es in der Regel nicht wieder an, sondern wende mich dem nächsten interessanten Thema zu, das mich beschäftigt.
Kürzlich sagte Shana, dass ich diesen alten Artikel noch einmal überarbeiten sollte, weil er so populär war. Wie alle meine Artikel entstand er in einem bestimmten Abschnitt meiner reitereichen Entwicklung. Er markiert den Übergang von dem alten, autoritären Paradigma, mit dem ich aufgewachsen war, zu einer mehr kooperativen Herangehensweise.
Als ich neulich geritten bin, musste ich an ein Zitat von Nuno Oliveira denken: “Wenn das Pferd gegen den linken Zügel Widerstand leistet, versuchen Sie, die linke Zügelhilfe durch den linken Schenkel zu ersetzen.”
Mein Pferd war zu Beginn der Einheit ein wenig steif auf der rechten Seite und ich konnte durch meinen rechten Gesäßknochen fühlen, dass es vom rechten Hinterbein ausging und ich konnte dieselbe Steifheit gleichzeitig im rechten Zügel fühlen. Das ist ein Schiefenproblem: die Anlehnung am rechten Zügel war schwerer und härter, als mir lieb war, da das rechte Hinterbein nicht genug untertrat. Das bedeutet in der Regel auch, dass das Pferd die Last zu sehr mit dem rechten Vorderbein stützt.
Es kann mehrere Gründe dafür geben, dass Pferde langsamer werden, wenn man bestimmte Lektionen oder Übungen reitet.
Wir haben wahrscheinlich alle schon Tage erlebt, an denen wir das Gefühl hatten, dass wir komplett vergessen haben, wie man reitet und an denen wir nichts richtig machen konnten. Ich vermute, dass wir nie ganz sicher vor solchen Erfahrungen sind, so lange wir reiten. Zum Glück werden sie jedoch immer seltener, je mehr wir lernen. - Oder vielleicht nehmen wir schlechte Ritte auch einfach nicht mehr so persönlich, weil wir wissen, dass bald auch wieder ein guter Ritt kommen wird. Genau wie wir wissen, dass nach einem guten Ritt auch wieder schwierigere auf uns warten.
Wenn Pferde in Übergängen gegen die Hand gehen bzw. über den Zügel kommen, kann es dafür mehrere verschiedene Ursachen geben. Manche haben ihren Ursprung im Pferd, andere haben ihren Ursprung im Reiter. Übergänge sind immer anfällig für Fehler, da die Fußfolge und die Balance sich ändern.
Es gibt unter Dressurreitern eine allgemeine Tendenz Seitengänge immer nur wie auf dem Turnier zu reiten und sie auch immer wie ein Turnierrichter zu beurteilen. Dazu gehört auch die Neigung, Seitengänge hauptsächlich an der langen Seite zu reiten und mehr oder weniger die ganze Seite in demselben Seitengang zu bleiben. Dagegen ist natürlich auch nichts einzuwenden, aber man kratzt damit nur an der Oberfläche des gymnastischen Potentials von Seitengängen.
Diese Woche möchte ich etwas ansprechen, das beim Reiten und Ausbilden sehr wichtig ist, das aber leider kaum einmal im Reitunterricht oder in Büchern und Zeitschriftenartikeln erklärt wird. Es geht dabei um Ausbildungsstrategien. Wie entscheidet man, was man mit seinem Pferd als nächstes tut? Woher weiss man, wie man eine Lektion, einen Übergang, eine Wendung, die Anlehnung, die Geschmeidigkeit des Pferdes oder irgendein anderes auftretendes Problem verbessern kann? Viele gute, erfahrene Ausbilder treffen diese Entscheidungen rein intuitiv aus dem Bauchgefühl und der Erfahrung mit vielen verschiedenen Pferden heraus. Und sie haben sehr oft recht mit ihren Entscheidungen. Allerdings läßt sich diese Art von Können leider nur sehr schwer kommunizieren und an andere weiter geben.
Die Art und Weise, wie ein Pferd Übergänge ausführt, sagt sehr viel über seine Ausbildung aus. Viele Pferde haben Schwierigkeiten mit ganzen Paraden. Die halben Paraden gehen oft nicht durch, sodass das Pferd gegen die Hand geht oder sich einrollt. Sie stehen nicht geschlossen oder werden schief, um nur einige der häufigsten Probleme zu nennen.
In meiner eigenen praktischen Erfahrung habe ich oft beobachtet, dass Widerstände im Genick und in der Hinterhand sich gegenseitig bedingen, sodass wir sowohl das Genick als auch die Pferdehüften ansprechen müssen, um das Problem zu beseitigen.
Dies ist eine sehr gute Beschreibung, wie ein denkender Reiter die Versuche des Pferdes korrigieren kann, sich den Anforderungen des Schulterhereins zu entziehen, indem er mit Hilfe der anderen Seitengänge beide Hinterbeine unter den Körper bringt. Diese etwas indirekte Vorgehensweise ist wesentlich effektiver als der Versuch, die korrekte Biegung auf direktem Weg durch Ziehen am inneren Zügel herzustellen, oder die Anlehnung am äußeren Zügel durch “mehr inneren Schenkel und mehr äußeren Zügel” zu erzeugen, was ja leider so oft die Standardempfehlung vieler Reitlehrer ist. Diese direkten Herangehensweisen machen das Problem nur schlimmer, während das indirekte Vorgehen dem Pferd ein besseres Körpergefühl vermittelt und die Hinterbeine sowohl geschmeidiger als auch kräftiger macht, sodass es ein korrektes Schulterherein leicht ausführen kann, ohne das Gefühl zu bekommen, dass es sich entziehen muss.
“Über den Rücken” ist so ein Begriff, der von vielen Leuten unterschiedlich aufgefasst wird. Ich habe oft den Eindruck, dass viele Reiter nur darunter verstehen, dass der Pferdekopf unten ist und der Hals rund. Aber in Wahrheit steckt viel mehr dahinter.
Sie kennen wahrscheinlich alle die Phrase “Reit vom inneren Schenkel zum äußeren Zügel”. Lehrer lieben sie. Reiter, die anderen gut gemeinte Ratschläge geben wollen, sagen gerne: “innerer Schenkel, äußerer Zügel!” Das klingt gut. Es gibt ihnen den Anschein, als würden sie etwas von der Sache verstehen. Aber was bedeutet das? Warum soll ich vom inneren Schenkel zum äußeren Zügel reiten? Und wie mache ich das?
Es gibt bei allen Lebewesen eine allgemeine Tendenz, Energie zu sparen, Konflikte wenn möglich zu vermeiden und den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Wenn sie sich bewegen, versuchen sie es auf die angenehmste, bequemste Art und Weise zu tun, mit dem geringsten Kraft- und Energieaufwand (sie sind halt auch nur Menschen). Wasser sucht das geringste Energieniveau, indem es bergab fließt, durch Öffnungen hindurch und um Hindernisse herum. Elektrizität sucht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Es ist ein Naturgesetz, das man täglich in zahllosen Manifestationen beobachten kann.
Reiten ist nicht immer nur schön. Nicht alles ist einzigartig, zauberhaft und spektakulär.
Ein Großteil unserer wichtigsten reiterlichen Arbeit ist relativ einfach - ja geradezu banal. Aber genau da liegen die eigentlichen Schätze.
Es ist die eine Sache, einem Pferd eine neue Aufgabe, eine neue Lektion oder eine neue Fähigkeit beizubringen. Auch das ist eine wichtige Arbeit, aber anfangs wird es noch viele Ecken und Kanten geben. Wenn man dem Pferd etwas Neues beibringt, bekommt man es in seiner rohen, ungeschliffenen Form. Es ist noch lange nicht "fertig", und die eigentliche Arbeit beginnt erst dann.
Energie ist kein offizieller Bestandteil der Skala der Ausbildung. Sie ist keine konventionelle Trainingskategorie, obwohl manche Lehrer die Schüler auffordern, einen energischeren Schritt, Trab oder Galopp zu reiten. Ich vermute auch, dass Lehrer oft “mehr Energie” meinen, wenn sie sagen: “Reit mehr vorwärts!” Allerdings führt das Wort “vorwärts” oft nur zu mehr Geschwindigkeit anstatt zu mehr Energie oder Ausdruck.
Wie man dem Pferd einen entspannten Schritt an der Longe beibringt. Meines Erachtens nach ist es sinnvoll, dem Pferd beim Longieren einen entspannten und fokussierten Schritt beizubringen. Darauf achten wir bei allen unseren Pferden, ganz gleich, wie weit sie mit der Ausbildung sind. Abgesehen davon, dass es ein wichtiger Sicherheitsfaktor ist, kann das Pferd so viel davon profitieren, wenn es zur Gewohnheit wird.
Jedes Pferd und jede Trainingssituation konfrontiert uns mit Herausforderungen und Problemen, die wir lösen müssen, da kein Pferd und kein Reiter je perfekt ist. Es gibt immer etwas zu verbessern. In gewisser Weise geben uns jedoch die Mängel und Unvollkommenheiten eine Aufgabe. Ohne sie hätten wir quasi nichts zu tun.
Um ein Arbeitsthema, eine Übung, oder eine spezifische Hilfe auszuwählen, müssen wir das jeweilige Pferd und die Trainingssituation analysieren. Normalerweise bemerken wir zuerst Oberflächensymptome, wie eine zu schwere, zu harte oder ungleichmäßige Anlehnung, Steifheit in den Hinterbeinen, den Schultern oder im Brustkorb, oder Probleme bei einer Wendung, einem Übergang oder einer Lektion.
Ich habe kürzlich angefangen, das Prinzip der Versammlung für mich neu zu überdenken. Was ist Versammlung? Wie funktioniert sie? Sie kennen wahrscheinlich alle die traditionelle Beschreibung, bzw. Definition, dass in der Versammlung eine Lastverschiebung von den Vorderbeinen auf die Hinterbeine stattfindet, wobei die Tritte kürzer werden, die Hinterbeine sich beugen und die Vorhand sich aufrichtet, was nicht nur zu einer höheren Kopf- und Halshaltung führt, sondern auch zu einer höheren Aktion der Vorderbeine und größerer Schulterfreiheit. Aber ist das wirklich der Fall? Ist das alles, oder gibt es eine andere Beschreibung, die das Wesen der Versammlung besser trifft? Ist diese Definition eventuell zu statisch oder zu unflexibel?
