Mühelose Beckenrotation

Mühelose Beckenrotation

Der aktuelle Newsletter stammt diese Woche von unserer Gastlehrerin Catherine McCrum. Catherine ist eine Feldenkrais Lehrerin und Gestalt Psychotherapeutin aus London. Die Feldenkrais Methode hilft dabei, tägliche funktionale Bewegungsmuster und Haltungsmuster zu verbessern, die uns daran hindern, mit Leichtigkeit und Eleganz diejenigen Dinge zu tun, die uns am Herzen liegen. Sie arbeitet mit einem großen Spektrum von Patienten und Schülern, von Hochleistungssportlern zu Menschen mit neurologischen Problemen. Sie war ursprünglich Ski Lehrerin und Trainerin, was ihr bei ihrer neu entdeckten Liebe zum Reiten und den Pferden hilft.

Auf das “nein” hören

Auf das “nein” hören

Als ich im Erwachsenenalter wieder anfing zu reiten, sagte mein erstes Pferd laut und deutlich “Nein”. Er machte zwar die Dinge ganz vergnügt mit, die ihm Spaß machten, aber mein Ziel - Dressurreiten zu lernen - rief bei ihm eine wahre Welle der Empörung von epischen Dimensionen hervor. Das fühlte sich natürlich schrecklich an. Ich dachte, dass er gut behandelt wurde, und die Bitten, die ich an ihn richtete, waren nicht sehr schwierig. Warum also verbrachte er seine Zeit damit zu versuchen, mir das Leben schwer zu machen? Warum sagte er immer wieder “nein”?

Umschalten, wenn es nicht gut läuft

Umschalten, wenn es nicht gut läuft

Ich bekam diese Frage in einer Frage und Antwortstunde in einem unserer Kurse: Was soll man tun, wenn man an einem Problem oder an einer Übung arbeitet und es nicht besser wird? Wie schaltet man um und was macht man stattdessen?

Das passiert allen ambitionierten Reitern früher oder später. Wir konzentrieren uns so stark auf das, woran wir arbeiten, dass wir die Perspektive verlieren oder vergessen, auch an anderen Themen zu arbeiten, weil wir unbedingt dieses eine Problem lösen wollen (am liebsten noch heute).

Einerseits ist ein gewisses Durchhaltevermögen durchaus wichtig. Gäbe man beim ersten Anzeichen von Widerständen oder Problemen sofort auf, würde man nicht zum Erfolg gelangen. Andererseits gibt es einen Punkt, ab dem unser stures Durchhalten sich negativ auswirkt und das Problem verschlimmert. In diesen Situationen sollten wir umschalten und unsere Strategie ändern.

Zügel nachfassen!

Zügel nachfassen!

Jeder Reitschüler hat schon unzählige Male die Anweisung gehört: “Zügel nachfassen!” Aber viele Reiter haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung, weil sie sie wörtlich nehmen und die Lehrer meistens nicht erklären wie und warum die Zügel nachgefasst werden sollen. Also verkürzen sie die Zügel von vorn nach hinten und viele Pferde leisten mehr oder weniger heftigen Widerstand gegen die Hand. Das ist so ein Fall, in dem die Anweisung vielleicht vollkommen richtig ist, aber für die meisten Schüler zu unvollständig, um nachvollziehbar zu sein. “Zügel nachfassen" ist eine dieser Anweisungen, die in konkrete, praktische Einzelschritte übersetzt werden muss, weil man von hinten her anfangen muss. Sonst kann es häßliche Auseinandersetzungen mit dem Pferd geben.

 

4 Dinge, die Ihre Lektionen verbessern (Reiten Sie wie ein Komponist)

4 Dinge, die Ihre Lektionen verbessern (Reiten Sie wie ein Komponist)

Im Unterricht sehe ich oft, dass Reiterinnen eine Lektion oder einen Übergang ohne sichtbare Vorbereitung für das Pferd (oder sich selbst) anfangen. Die Folge davon ist, dass die Lektion oder der Übergang nicht so gut gelingt, wie es möglich wäre. Da dies relativ weit verbreitet ist, dachte ich, ich würde es in einem Newsletter Artikel ansprechen. Dies ist ein wichtiges Thema, das scheinbar nicht oft systematisch thematisiert wird. Es gibt allerdings ein paar einfache Strategien, die Ihnen und Ihrem Pferd helfen, Ihre Übergänge und Lektionen deutlich zu verbessern.

Geistige Flexibilität

Geistige Flexibilität

Beim Reiten verwenden wir oft viel Zeit und Energie darauf, die Geschmeidigkeit des Pferdekörpers zu verbessern und zu erhalten. Wir sprechen darüberhinaus auch von der Wichtigkeit der Geschmeidigkeit des Reiterkörpers.

Was oft nicht erwähnt oder bedacht wird, ist die Notwendigkeit, auch die mentale Flexibilität des Pferdes zu entwickeln: seine Fähigkeit mitzudenken, sich an neue Situationen anzupassen und sich auf neue Übungen und Anforderungen einzustellen.

Das trifft auch auf den Reiter zu. Wir Reiter müssen ebenfalls eine geistige Beweglichkeit entwickeln, sodass wir schneller umdenken, kreativer arbeiten, uns besser auf neue Umstände einstellen und widerstandsfähiger gegenüber Rückschlägen sein können.

Wie sieht das konkret aus?

Ummünzen von Frustrationen: Verwandeln Sie Frustrationen in eine wertvolle Lerngelegenheit

Ummünzen von Frustrationen: Verwandeln Sie Frustrationen in eine wertvolle Lerngelegenheit

Jeder, der sich mit irgend etwas ernsthaft beschäftigt, ist vertraut mit Frustrationen. Insbesondere wenn man Sportler oder Künstler ist und vor allem wenn es sich dabei um die Reiterei handelt. Diese Frustrationen können verschiedene Ursachen haben. Sie können von Ungeduld herrühren, weil wir nicht so schnelle Fortschritte machen, wie wir erwartet oder gehofft hatten. Eine sehr häufige Ursache für Frustration entsteht, wenn wir uns mit anderen Reiterinnen und Reitern vergleichen, seien es unsere Stallkollegen oder berühmte Vorbilder oder auch nur irgendwelche Qualitätsstandards. Ich habe früher oft gedacht: “Wasstimmt mit mir bloss nicht? Warum kann ich nicht so reiten wie so-und-so?” Ich habe beispielsweise immer wieder von mir erwartet, dass ich genauso reiten kann wie meine Lehrer, obwohl sie viele Jahre mehr Erfahrung hatten als ich - vom Talent ganz zu schweigen.