10 Tipps, um die Effektivität Ihres Trainings sofort zu steigern!

10 Tipps, um die Effektivität Ihres Trainings sofort zu steigern!

Pferdeausbildung ist recht schwierig, wenn man es richtig machen will. So viele Dinge muss man gleichzeitig im Kopf behalten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Man ist buchstäblich der Fitness Coach und Mentaltrainer des Pferdes!

Das wichtigste im Training sollte immer das Wohlergehen des Pferdes sein. Gute Pferdeausbildung ist etwas anderes als Tricktraining unter Zwang.

Das Training sollte immer die Balance verbessern um Verletzungen vorzubeugen. Sehnenverletzungen sind beispielsweise oft das Ergebnis der Schiefe (auch wenn sie nur sehr wenig ausgeprägt ist), die dazu führt, dass ein Bein permanent mehr Gewicht tragen muss als die anderen, wodurch die Sehnen dieses Beins ständig überbeansprucht werden, bis das Pferd lahm geht.

Ähnlich verhält es sich auch mit Rücken- oder Beckenverletzungen, die zustande kommen, wenn das Pferd immer mit weggedrücktem Rücken geritten wird. Deshalb ist es so wichtig, korrekt zu trainieren. Da ich weiss, wieviel Zeit und Mühe es kostet, ein Pferd gut auszubilden, gebe ich Ihnen gerne ein paart Tipps, wie man effektiver trainieren kann.

10 Tipps für eine positive Einstellung beim Reiten

10 Tipps für eine positive Einstellung beim Reiten

Wir möchten Ihnen mit unserem Blog und unserem Newsletter hin und wieder Denkanstöße geben. Der Inhalt wird aus Informationen bestehen, die wir interessant finden oder die uns in unserer eigenen reiterlichen Entwicklung geholfen haben und von denen wir hoffen, dass Sie sie ebenfalls nützlich finden.

Jedes Pferd ist anders. Jede Reiterin und jeder Reiter ist anders. Was bei einem Pferd wunderbar funktioniert, passt vielleicht überhaupt nicht zu einem anderen. Es gibt keinen “one size fits all” Weg, der für alle passt.

Dressur als Physiotherapie, Teil 2

Dressur als Physiotherapie, Teil 2

Balance, Geraderichtung und Geschmeidigkeit. Diese drei Themenbereiche sind sehr eng mit einander verbunden, wie ich im Teil 1 bereits erwähnte. Die Balance setzt sich zusammen aus der longitudinalen Balance und der seitlichen Balance. Die longitudinale Balance (d.h. die gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterbeinen) entwickelt sich aus einem gleichmäßigen Tempo, das weder zu schnell noch zu langsam ist.

Dressur als Physiotherapie [VIDEO]

Dressur als Physiotherapie [VIDEO]

In dieser VIDEO erklären wir, wie man gymnastische Übungen einsetzen kann, um das Pferd gesund zu erhalten oder wieder gesund zu reiten. Sie werden lernen, worauf Sie im Training achten müssen, um Ihr Pferd gesund zu halten.

Dressur als Physiotherapie, Teil 1

Dressur als Physiotherapie, Teil 1

Pferde sind nicht dazu gemacht, Lasten auf ihrem Rücken zu tragen. Die Anwesenheit des Reitergewichts stört daher zunächst die Balance des Pferdes. Es verändert die Lage des Schwerpunkts und kann die Bewegungsfreiheit des Pferderückens und der Beine einschränken. Fühlt sich das Pferd durch die Reiterin in seiner Balance gestört, wird es bestimmte Muskeln verspannen und sich gegen das Reitergewicht und den Boden stemmen, was zu ungesunden Bewegungsabläufen führt. Muskuläre Verspannungen verringern den Bewegungsrahmen der betroffenen Gelenke und sie führen zu einem harten Auftreten der Beine auf dem Boden, was nicht nur unbequem für Pferd und Reiterin ist, sondern auch die Sehnen und Gelenke des Pferdes unnötig belastet.

Wollen wir das Pferd gesund erhalten, müssen wir also die negativen Auswirkungen unseres Gewichts ausgleichen, indem wir dem Pferd helfen, sich mit demselben Bewegungsrahmen, derselben Leichtigkeit, derselben Balance und derselben Geschmeidigkeit unter der Reiterin zu bewegen wie in Freiheit.

Game Changers: Einige wichtige Entdeckungen auf meiner eigenen Reise

Game Changers: Einige wichtige Entdeckungen auf meiner eigenen Reise

Als Reiter und Lehrer sind unsere spezifischen Techniken, Methoden und unser Fokus das Ergebnis unserer eigenen persönlichen Entwicklung, die wiederum geprägt ist von den Schwierigkeiten, die wir überwinden mussten, unseren eigenen Schwächen, unseren Entdeckungen, unseren Lehrern, den Pferden, die wir geritten sind, den Büchern, die wir gelesen haben, den Reiterinnen und Reitern, mit denen wir Kontakt hatten und auch von den Schülerinnen und Schülern, die wir unterrichtet haben.

Gelegentlich führt uns unsere persönliche Reise zu Entdeckungen, die echte “game changers” für uns sind. Anderen erscheinen sie vielleicht insignifikant, aber für uns wird fortan nichts mehr so sei, wie es war. Wir können unseren reiterlichen Werdegang fast in die Zeit vor der Entdeckung und die Zeit nach der Entdeckung aufteilen, so sehr halfen uns diese Entdeckungen dabei, unsere Reiterei zu verbessern. Diese epochalen Entdeckungen werden für jeden etwas anderes sein. In diesem Newsletter möchte ich einige meiner Aha-Erlebnisse erzählen, die mir halfen, ein höheres Niveau des Verstehens und Könnens zu erreichen. Vielleicht sind Sie auch für Sie hilfreich und vielleicht erinnern Sie sich dabei an Ihre eigenen bedeutsamen Entdeckungen und teilen sie mit uns.

Ansichten der alten Meister zur Geraderichtung

Ansichten der alten Meister zur Geraderichtung

Die alten Meister betrachteten die natürliche Schiefe des Pferdes als größtes Hindernis für die Entwicklung von Gleichgewicht, Geschmeidigkeit, Versammlung, Schwung und “Gehorsam” (d.h. eine positive, arbeitswillige Einstellung gegenüber den Hilfen). Positiv formuliert bildet die Geraderichtung die Grundlage für Gleichgewicht, Geschmeidigkeit, Versammlung, Schwung und “Gehorsam”. Ohne Geraderichtung wird das Pferd in seiner Ausbildung nicht sehr weit kommen. Leider ist die Überwindung der Schiefe keine triviale Angelegenheit. Sie erfordert ständige Aufmerksamkeit, und wenn die Reiterin nicht jeden Tag an der Geraderichtung ihres Pferdes arbeitet, wird seine Schiefe allmählich wieder zunehmen. Das ist der Grund, warum der berühmte französische Reitmeister Jacques d’Auvergne (1729-1798) bezüglich der Schiefe des Pferdes sagte: “Der Reiter verbringt sein ganzes Leben damit, diesen Fehler durch die Vervollkommnung seiner Kunst zu beseitigen.”

Geschichte der Aufrichtung aus der Tiefe

Geschichte der Aufrichtung aus der Tiefe

Wenn man die Entwicklung der Reitkunst über längere Zeiträume verfolgt, stellt man in vielen Bereichen eine Pendelbewegung fest. Es gibt Modeerscheinungen, die bis zu einem gewissen Extrem getrieben werden. Dann ändern sich die Meinungen und das Pendel schwingt in die entgegengesetzte Richtung, wieder bis zu einem Extrem. Obwohl diese Entwicklungen oft auf richtigen Beobachtungen in Teilbereichen beruhen, sind die Extreme meist nicht zielführend und bringen oft gesundheitliche Nachteile für das Pferd mit sich. Es ist immer gefährlich, wenn man eine Beobachtung in einem Detail der Ausbildung verabsolutiert, zum einzigen Bewertungskriterium macht und dann auf die Spitze treibt, nach dem Motto: mehr ist besser.

Ein Beispiel solcher Extreme sind zwei diametral entgegengesetzte Einstellungen zum Vorwärts-abwärts Reiten. Am einen Ende des Spektrums befinden sich diejenigen Reiter, für das Vorwärts-abwärts Dehnen das höchste Ziel der Dressurausbildung und die Antwort auf alle Probleme darstellt. Viele davon glauben, dass man in der Pferdeausbildung nichts anderes machen darf, bis das Pferd sich vorwärts-abwärts dehnt. Am anderen Ende des Spektrums befinden sich diejenigen, die jegliches vorwärts-abwärts kategorisch ablehnen, weil es ihrer Meinung nach das Pferd auf die Vorhand bringt und die Beine ruiniert.